Singapur-Nudeln bringen Farbe, Würze und wunderbare Textur in eine einzige Schüssel: feine Reisnudeln, knackiges Gemüse, saftige Garnelen und zarte Eierstreifen verbinden sich mit aromatischem Currypulver zu einem schnellen Pfannengericht, das nach Streetfood schmeckt und trotzdem unkompliziert zu Hause gelingt.
Das Besondere an diesem Gericht ist die Balance. Die Nudeln sollen locker bleiben, das Gemüse darf Biss behalten, und die Würze soll warm und duftend sein, ohne alles zu überdecken. Mit guter Vorbereitung steht die Pfanne nur kurz auf dem Herd, dafür landet ein intensives, goldgelbes Nudelgericht auf dem Teller.
Welche Nudeln eignen sich am besten für Singapur-Nudeln?
Für Singapur-Nudeln verwendest du am besten dünne Reisvermicelli, also sehr feine Reisnudeln. Sie nehmen die Gewürze gut auf, garen schnell und bleiben leicht, wenn sie nicht zu lange eingeweicht werden. Wichtig ist, sie nur so weit vorzubereiten, dass sie biegsam sind, aber noch nicht matschig. In der heißen Pfanne ziehen sie später fertig und verbinden sich mit Sauce, Gemüse und Curryaroma.

Zutaten für Singapur-Nudeln
Reisvermicelli bilden die Grundlage des Gerichts. Ihre feine Struktur sorgt dafür, dass sich Curry, Sojasauce und Röstaromen gleichmäßig verteilen.
Garnelen bringen Saftigkeit und eine leicht süßliche Meeresnote hinein. Sie passen hervorragend zum Curry und machen die Nudeln sättigender.
Eier werden kurz gestockt und in Stücke gezupft. Sie geben dem Gericht eine weiche, milde Komponente und gleichen die Würze aus.
Möhre sorgt für Farbe, leichte Süße und angenehmen Biss. Fein gestiftelt gart sie in wenigen Minuten.
Paprika bringt Frische und eine fruchtige Note. Rote Paprika macht das Gericht optisch besonders appetitlich.
Frühlingszwiebeln geben Frische und eine milde Schärfe. Ein Teil wird mitgebraten, der Rest eignet sich gut zum Garnieren.
Knoblauch bildet die aromatische Basis. Er sollte nur kurz angebraten werden, damit er duftet, aber nicht bitter wird.
Ingwer ergänzt Wärme und Frische. Besonders frisch gerieben macht er das Gericht lebendig.
Currypulver ist das Herzstück der Singapur-Nudeln. Es färbt die Nudeln goldgelb und verleiht ihnen ihr typisches würziges Aroma.
Sojasauce sorgt für Salz, Umami und Tiefe. Sie verbindet die einzelnen Zutaten zu einem runden Geschmack.
Austernsauce macht die Sauce vollmundiger und leicht süßlich. Wer sie nicht verwenden möchte, kann mehr Sojasauce und etwas Ahornsirup oder Zucker nehmen.
Sesamöl wird sparsam eingesetzt und gibt am Ende ein nussiges Aroma.
Pflanzenöl ist wichtig zum heißen Anbraten. Ein neutrales Öl wie Rapsöl oder Sonnenblumenöl eignet sich gut.
Koriander oder Petersilie bringt zum Schluss Frische. Koriander wirkt klassisch asiatisch, Petersilie ist eine gute Alternative für mildere Vorlieben.
So bereitest du Singapur-Nudeln zu
Schritt 1: Reisnudeln richtig vorbereiten
Lege die Reisvermicelli in eine große Schüssel und übergieße sie mit heißem, nicht sprudelnd kochendem Wasser. Lass sie je nach Packungsangabe etwa 4 bis 6 Minuten ziehen, bis sie biegsam sind. Gieße sie ab, spüle sie kurz mit kaltem Wasser und lasse sie sehr gut abtropfen. Schneide die Nudeln bei Bedarf mit einer Küchenschere etwas kürzer, damit sie sich später leichter in der Pfanne wenden lassen.
Schritt 2: Sauce und Gewürze mischen
Verrühre Sojasauce, Austernsauce, etwas Wasser, Currypulver, Sesamöl und eine kleine Prise Zucker zu einer glatten Würzsauce. So verteilt sich das Currypulver später gleichmäßig und verklumpt nicht zwischen den Nudeln. Stelle die Sauce griffbereit neben den Herd.
Schritt 3: Gemüse schneiden und bereitstellen
Schneide Möhre in feine Stifte, Paprika in dünne Streifen und Frühlingszwiebeln in schräge Ringe. Hacke Knoblauch fein und reibe den Ingwer. Bei diesem Rezept geht das Braten schnell, deshalb sollten alle Zutaten vorbereitet sein, bevor die Pfanne heiß wird.
Schritt 4: Eier kurz stocken lassen
Erhitze etwas Pflanzenöl in einer großen Pfanne oder einem Wok. Verquirle die Eier leicht, gib sie hinein und lasse sie kurz stocken. Schiebe sie mit dem Pfannenwender locker zusammen, nimm sie aus der Pfanne und stelle sie beiseite. Die Eier sollen weich bleiben, weil sie später noch einmal mit den Nudeln erwärmt werden.
Schritt 5: Garnelen scharf anbraten
Gib erneut etwas Öl in die Pfanne und brate die Garnelen bei hoher Hitze 1 bis 2 Minuten pro Seite an, bis sie rosa und leicht gebräunt sind. Nimm sie heraus, sobald sie gerade gar sind. So bleiben sie saftig und werden beim späteren Vermengen nicht trocken.
Schritt 6: Aromaten und Gemüse braten
Brate Knoblauch und Ingwer nur wenige Sekunden an, bis sie duften. Gib Möhre, Paprika und den hellen Teil der Frühlingszwiebeln dazu. Rühre alles bei hoher Hitze 2 bis 3 Minuten, damit das Gemüse etwas weicher wird, aber noch knackig bleibt.
Schritt 7: Nudeln mit Sauce vermengen
Gib die abgetropften Reisnudeln in die Pfanne und verteile die vorbereitete Currysauce darüber. Hebe alles mit zwei Pfannenwendern oder einer Zange gründlich durch. Arbeite zügig und vorsichtig, damit die Nudeln nicht zerreißen. Wenn sie zu trocken wirken, gib esslöffelweise Wasser dazu.
Schritt 8: Alles zusammenführen und abschmecken
Gib Garnelen und Eier zurück in die Pfanne und mische sie unter die goldgelben Nudeln. Schmecke mit zusätzlicher Sojasauce, etwas Pfeffer oder einem Spritzer Limettensaft ab. Streue zum Schluss die grünen Frühlingszwiebeln und frische Kräuter darüber und serviere die Singapur-Nudeln sofort heiß.
Servieren und Aufbewahren
Singapur-Nudeln schmecken direkt aus der heißen Pfanne am besten, weil die Reisnudeln dann locker, das Gemüse knackig und die Garnelen saftig sind. Serviere sie mit Limettenspalten, frischen Kräutern und nach Wunsch etwas Chiliöl oder fein geschnittener roter Chili. Auch geröstete Sesamsamen oder gehackte Erdnüsse passen gut, wenn du mehr Crunch möchtest.
Reste kannst du luftdicht verschlossen 1 bis 2 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Zum Aufwärmen gibst du die Nudeln am besten mit 1 bis 2 Esslöffeln Wasser in eine Pfanne und erwärmst sie bei mittlerer Hitze unter vorsichtigem Wenden. Die Mikrowelle funktioniert ebenfalls, kann Reisnudeln aber etwas weicher machen. Einfrieren ist nicht ideal, weil die feinen Nudeln nach dem Auftauen schnell brüchig werden.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich Singapur-Nudeln vegetarisch zubereiten?
Ja, das gelingt sehr gut. Ersetze die Garnelen durch gebratene Tofuwürfel, Edamame oder zusätzliche Pilze. Statt Austernsauce kannst du vegetarische Pilzsauce oder mehr Sojasauce mit einer kleinen Prise Zucker verwenden.
Warum kleben meine Reisnudeln zusammen?
Meist wurden sie zu lange eingeweicht oder nach dem Abgießen nicht kalt abgespült. Reisnudeln sollten nur biegsam sein und in der Pfanne fertig garen. Ein wenig Öl oder Sauce beim Vermengen hilft zusätzlich, die Stränge zu trennen.
Welches Currypulver passt am besten?
Ein mildes bis mittelkräftiges Currypulver ist ideal. Es sollte aromatisch, aber nicht zu scharf sein. Wer es intensiver mag, kann zusätzlich eine kleine Prise Kurkuma, Kreuzkümmel oder Chiliflocken ergänzen.
Kann ich Hähnchen statt Garnelen verwenden?
Ja. Schneide Hähnchenbrust in sehr dünne Streifen und brate sie bei hoher Hitze an, bis sie durchgegart ist. Nimm sie wie die Garnelen kurz aus der Pfanne und gib sie am Ende wieder zu den Nudeln.
Wie bleiben die Nudeln schön gelb?
Das Currypulver sollte vorab mit der Sauce verrührt und direkt über die Nudeln verteilt werden. So färbt es gleichmäßig. Ein kleiner Zusatz Kurkuma verstärkt die Farbe, sollte aber sparsam verwendet werden, damit der Geschmack nicht erdig wird.
Sind Singapur-Nudeln scharf?
Klassisch sind sie eher würzig als richtig scharf. Die Schärfe lässt sich leicht anpassen: Für milde Nudeln lässt du Chili weg, für mehr Feuer gibst du frische Chili, Sriracha oder Chiliöl dazu.
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Singapur-Nudeln
- Total Time: 25 Minuten
- Yield: 4 Portionen
Description
Goldgelbe Singapur-Nudeln sind ein schnelles, aromatisches Pfannengericht mit feinen Reisvermicelli, knackigem Gemüse, saftigen Garnelen, Ei und würzigem Curryaroma. Das Rezept ist ideal, wenn du ein farbenfrohes Asia-Gericht möchtest, das in kurzer Zeit gelingt und trotzdem intensiv schmeckt.
Ingredients
200 g Reisvermicelli
250 g Garnelen, geschält und entdarmt
2 Eier
1 Möhre
1 rote Paprika
3 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
10 g frischer Ingwer
2 EL Sojasauce
1 EL Austernsauce
1 EL Currypulver
1 TL Sesamöl
2 EL Pflanzenöl
2 EL Wasser
1 TL Zucker
1 Prise schwarzer Pfeffer
1 Limette
10 g frischer Koriander oder Petersilie
Instructions
1. Reisvermicelli in heißem Wasser 4 bis 6 Minuten einweichen, bis sie biegsam sind. Abgießen, kalt abspülen und gut abtropfen lassen.
2. Sojasauce, Austernsauce, Wasser, Currypulver, Sesamöl, Zucker und Pfeffer in einer kleinen Schüssel verrühren.
3. Möhre in feine Stifte, Paprika in dünne Streifen und Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Knoblauch fein hacken und Ingwer reiben.
4. Eier verquirlen, in etwas Öl kurz stocken lassen, locker zerteilen und aus der Pfanne nehmen.
5. Garnelen in heißem Öl 1 bis 2 Minuten pro Seite anbraten, bis sie rosa und leicht gebräunt sind. Herausnehmen und beiseitestellen.
6. Knoblauch und Ingwer kurz anbraten, dann Möhre, Paprika und den hellen Teil der Frühlingszwiebeln 2 bis 3 Minuten mitbraten.
7. Reisnudeln und vorbereitete Currysauce in die Pfanne geben und alles vorsichtig, aber gründlich vermengen.
8. Eier und Garnelen zurück in die Pfanne geben, kurz erwärmen und mit Limettensaft, grünen Frühlingszwiebeln und frischen Kräutern servieren.
Notes
Reisnudeln nicht zu lange einweichen, damit sie in der Pfanne nicht matschig werden.
Alle Zutaten vor dem Braten vorbereiten, weil das Gericht bei hoher Hitze sehr schnell fertig ist.
Wenn die Nudeln beim Vermengen trocken wirken, esslöffelweise Wasser hinzufügen, statt mehr Öl zu verwenden.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 10 Minuten
- Category: Hauptgericht
- Method: Pfannengericht
- Cuisine: Asiatisch inspiriert
Nutrition
- Serving Size: 1 Portion
- Calories: 365 kcal
- Sugar: 5 g
- Sodium: 820 mg
- Fat: 11 g
- Saturated Fat: 2 g
- Unsaturated Fat: 8 g
- Trans Fat: 0 g
- Carbohydrates: 45 g
- Fiber: 3 g
- Protein: 21 g
- Cholesterol: 185 mg
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